
Am frühen Sonntagmorgen kam es zu einem Angriff der Polizei auf Gäste des Autonomen Zentrums, in dem zu dieser Zeit eine Party stattgefunden hat. Auslöser des Geschehens war eine Personalienkontrolle infolge einer von AnwohnerInnen angezeigten Sachbeschädigung. Gäste unserer Party wurden auf die Situation aufmerksam und entschlossen sich dazu, diese zu beobachten. In den Artikeln der Aachener Zeitung/Aachener Nachrichten und des WDR wurde der Verlauf dieser Situation unkritisch und nur nach den Angaben der Polizei als Angriff von 20-30 Vermummten auf die PolizeibeamtInnen dargestellt.
Dieser Darstellung widersprechen wir vehement!
Die Eskalation der Situation erfolgte durch das unangemessene Verhalten der PolizeibeamtInnen.
So wurden unsere Gäste in ihren Party-Outfits bei frostigen Temperaturen von den PolizistInnen mit Tasern, einer Schusswaffe und Einsatzhunden bedroht. Eine Polizistin richtete ihre Waffe auf unsere Eingangstür und auf die dort stehenden Menschen. Außerdem kam es zum massiven Einsatz von Pfefferspray und Teleskopschlagstöcken, wodurch mehrere Gäste unserer Party verletzt wurden. Einem Gast wurde anlasslos von einer Polizistin ins Gesicht gespuckt, einem anderen wurde die Brille zerbrochen. Mehrere Leute wurden, teils in Handschellen, verhaftet und zwei von ihnen auf das Polizeipräsidium in Brand gebracht.
Farbe an einer Hausfassade steht in keinem Verhältnis zu diesem Polizeiaufgebot und Einsatz von Gewalt. Wie kann es sein, dass wir mit einer Schusswaffe bedroht und lediglich die Falschaussagen der PolizeisprecherInnen verbreitet werden? Aussagen von der Polizei sind niemals objektiv und sind nicht als gegebene Fakten zu behandeln.
Wir wünschen unseren Gästen gute Besserung und uns ein solidarisches Miteinander in der Nachbarschaft.
Antifaschismus bleibt notwendig!
AZ Aachen, der 27.01.2026
