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Demonstration am Frauen*kampftag 2020: Wandle Wut, Trauer und Angst in Widerstand 🗓

29. Februar 2020 - Politics

Seit 1911 ist der 8. MĂ€rz als Frauen*kampftag zum Symbol feministischer KĂ€mpfe geworden. Trotz teilweiser Erfolge leben wir in einer patriarchalen Gesellschaft.
In dieser wird heute noch Arbeit mit Lohnarbeit verknĂŒpft. Dabei fĂ€llt ein großer Teil der tĂ€glich von Frauen* geleisteten Carearbeit hinten ĂŒber und wird gesellschaftlich nicht wahrgenommen, da diese nicht entlohnt wird. TĂ€glich verrichten Frauen* und MĂ€dchen* mehr als 12 Milliarden Stunden unbezahlte Carearbeit. Es findet eine Trennung zwischen Lohnarbeit und Reproduktionsarbeit statt. Lohnarbeit wird in der Öffentlichkeit verrichtet und mĂ€nnlich konnotiert, wohingegen Carearbeit ins Private verdrĂ€ngt wird. In einer Gesellschaft, die den Wert von Arbeit ĂŒber Lohn bemisst, wirkt unentlohnte Arbeit zunĂ€chst wertlos, wird abgewertet und mit ihr die Frauen*, die sie verrichten.
Jedoch ist Carearbeit fĂŒr eine kapitalistische Gesellschaft zentral, denn hier wird die Grundlage fĂŒr eben diese hergestellt: Der Mensch und seine Arbeitskraft. Dadurch, dass diese frei von Lohn ist, kann die tatsĂ€chliche LĂ€nge des Arbeitstages verschleiert werden. Sie ist so eine wichtige SĂ€ule fĂŒr die kapitalistische Organisation der Gesellschaft.
Doch es reicht nicht die Frau* nur in Bezug zum Kapital zu sehen. Man muss die Frau* auch in Bezug zum Mann sehen, der von den oben beschrieben VerhĂ€ltnissen profitiert. MĂ€nnlichkeit wird zur Norm, Weiblichkeit abgespalten und unterdrĂŒckt. Konkret Ă€ußert sich das in Gewalt gegen Frauen*. Diese findet einerseits auf struktureller Ebene statt, indem Frauen* weniger Zugang zu Ressourcen und öffentlichen RĂ€umen haben. Sie Ă€ußert sich aber auch in konkreten Gewalthandlungen gegen Frauen* durch MĂ€nner. Diese beiden Ebenen der Gewalt sind verbunden und bedingen sich gegenseitig.
Wenn wir ein Ende der Gewalt gegen Frauen* fordern, mĂŒssen wir beide Ebenen sehen und kritisieren. Wir möchten ein Ende der konkreten Gewalthandlungen gegen Frauen*, gleichzeitig möchten wir aber auch eine andere Gesellschaft, in der Weiblichkeit nicht als das andere Geschlecht verstanden wird und sich nur in Ableitung von MĂ€nnlichkeit bildet. Wir wollen eine Gesellschaft frei von UnterdrĂŒckungsmechanismen, in der wir leben können ohne Angst durch unser Frau*sein abgewertet, bedroht und geprĂŒgelt zu werden.

Wir fordern ein Ende der Gewalt auf allen Ebenen!
Kommt zur Demonstration am Frauen*kampftag:

Sonntag, 8. MĂ€rz 14:00 Uhr
Markt Aachen

Wandle Wut, Trauer und Angst in Widerstand!

Politics

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