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AZ FEST 2019 đź—“

28. März 2019 - Events, Partys

Das AZ-Fest geht auch dieses Jahr wieder in die nächste Runde. Nachdem letztes Jahr zum 25sten Jubiläum in gebĂĽhrendem Rahmen ausgiebig gefeiert wurde, heiĂźt es dieses Jahr: „klein aber fein“. Zwei Tage lang erwarten euch Vorträge, Bands und lecker vegane VoKĂĽ.

Unsere Vorträge thematisieren am ersten Tag „Feminist Wars – Vielfalt und WidersprĂĽche einer Massenbewegung“ sowie „Sexismus in der deutschen Rapszene – Auswirkungen auf das Selbstkonzept junger Frauen“ und am zweiten Tag gbt’s fĂĽr euch eine EinfĂĽhrung in die marxistische Kapitalismuskritik, „Sprache und Labels“ sowie die „Kritik der Digitalisierung“.
Mehr Infos zu den Voträgen weiter unten!

Damit das Feiern nicht zu kurz kommt, gibt es noch eine geballte Ladung Musik fĂĽr euch auf die Ohren! 6 Bands werden insgesamt alles aus unserer Anlage herausholen.

PROGAMM FREITAG
▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬
_Einlass
• 17:00 Uhr

_Vorträge
• 18:00 Uhr: „Feminist Wars: Vielfalt und WidersprĂĽche einer Massenbewegung“
• 19:30 Uhr: „Sexismus in der deutschen Rapszene – Auswirkungen auf das Selbstkonzept junger Frauen“

Danach wird es für den Rest des Abends eine geballte Dröhnung Musik aus der Dose geben! Mehr Infos folgen!

PROGRAMM SAMSTAG
▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬
_Einlass
• 13:30 Uhr

_Vorträge
• 14:00 Uhr: „EinfĂĽhrung in die marxistische Kapitalismuskritik“
• 15:30 Uhr: „Digitalisierung – Gesellschaftstheoretische Betrachtung und sozialphilosophische Kritik“
• 17:00 Uhr: „Sprache und Labels“

_Bands
• Fabulous Desaster (Trash Metal)
• United King Kong (Deutsch Punk)
• The DIAL UPS (New Wave)
• Teleluke (Hip Hop)
• SKASSAPUNKA (Ska Punk)
• FUSE (Musikschulenpunk)
Timetable will follow soon.

Facebook-Veranstaltung: https://www.facebook.com/events/2623124567728634/

WEITERE INFORMATIONEN ZU DEN VORTRĂ„GEN:

FREITAG:
Feminist Wars. Vielfalt und WidersprĂĽche einer Massenbewegung.

Seit mittlerweile 100 Jahren wird jährlich zum Weltfrauen*kampftag aufgerufen. Damals wurden feministische Kämpfe radikal geführt, die rechtliche Gleichstellung wurde so in großen Teilen erkämpft. Die historische Notwendigkeit der Kämpfe und deren Geschichte soll in diesem Vortrag anhand von einigen Beispielen beleuchtet werden.
Trotz allem sind diese Kämpfe noch nicht zu Ende gefochten. Auch heute leben wir in einer patriarchal organisierten Gesellschaft, die Frauen* tagtäglich mit Gewalt konfrontiert. Derzeit lässt sich wieder ein erhöhtes feministisches Aufbegehren beobachten, das im Zusammenhang mit einem Backlash in unserer Gesellschaft steht. Doch auch innerhalb feministischer Diskurse gibt es einige Widersprüche, die zur Bildung verschiedener Lager geführt haben. Die populärsten sind hier der seit den 1990ern existierende Queerfeminismus und ein neuer Materialistischer Feminismus. Auch wenn die Ziele beider die Abschaffung der patriarchalen Gesellschaft sind, werden die Gründe und Mittel hierfür an anderen Stellen gesucht. Dies führt zu einer Spaltung der heutigen feministischen Bewegung, die im Vortrag ebenfalls thematisiert werden soll.

Wandle Wut, Angst und Trauer in Widerstand!
(Ab 18.00 Uhr)

Danach:
Sexismus in der deutschen Rapszene – Auswirkungen auf das Selbstkonzept junger Frauen

„Deutscher Rap ist ‚ne Nuttööö“ oder doch lieber „Hör’ auf den Boss, hol’ mir deine Mutter her und wir verbringen die Zeit mit Doktorspielen wie Guttenberg.“? „Rap hat ein Sexismusproblem, die Gesellschaft nicht. Da sind wir doch alle gleichberechtigt!“. „Das wird doch alles nur unter dem Deckmantel der Kunst gesagt. Alles Ironie, sei nicht so sensibel!“. Mit all diesen Lines und Kommentaren ist man recht schnell konfrontiert, wenn man sich mit Sexismus in der Rapszene auseinandersetzt.
Sexismus ist ein gesellschaftlicher Spaltungsmechanismus und verhindert nicht nur die Solidarität der Betroffenen untereinander, sondern ist allgegenwärtig und beeinflusst uns alle tagtäglich. In der Sozialisation, im alltäglichen Zusammenleben, in höchst persönlichen, sowie öffentlichen Bereichen des Lebens und natürlich auch in der Musik.
Dieser Vortrag soll einen Einblick, hinsichtlich des Themas Sexismus in die deutsche Rapszene, geben und thematisiert hierzu den Nutzen und Zwang von hypermaskulinen Darstellungen in den Texten und Bildern, die Inszenierung der Geschlechterrollen, den Legitimierungsdruck von Künstlerinnen* und Konsumentinnen* in einer männerdominierten Szene, sowie die Auswirkungen dessen auf das Selbstkonzept junger Frauen* und natürlich auch Empowerment von Frauen* in der Szene.
(Ab 19.30 Uhr)

SAMSTAG:
EinfĂĽhrung in die marxistische Kapitalismuskritik

Im Zuge der Krise werden wieder vermehrt kritische Stimmen gegenüber dem herrschenden Wirtschaftsmodell laut. Doch die Gegenvorschläge reichen nur von einer Brutalisierung des Neoliberalismus mit sozialen Kahlschlägen, wie sie Griechenland von der Troika aufgezwungen wird, bis zum erneuten keynesianischen Versuch mit staatlich befeuerten Konsum ala Abwrackprämie den Wirtschaftsstandort wieder fit zu machen. Grundlegende Fragen, wie die Form des Wirtschaftens, und damit die Gesellschaft, in der wir leben, gestaltet werden könnte, werden jedoch üblicherweise nicht geklärt. Mit dem Verweis auf das Scheitern realsozialistischer Versuche, den Kapitalismus zu überwinden, scheinen sie oft erledigt.

Das dies eine Lehrstelle ist, zeigen die zahlreichen systemimmanenten Probleme des Kapitalismus: Wenn nur zahlungskräftige Bedürfnisse befriedigt werden und die Menschen, um das wenige, was da ist, konkurrieren müssen, sind Verdrängungsmentalität und Hass vorprogrammiert. Um die Gesellschaft anders einrichten zu können, um die Genese der vielen Ausschließungsmechanismen zu verstehen, muss jedoch zunächst die ganz grundlegende Einrichtung des kapitalistischen Wirtschaftssystems verstanden werden.

Um dies zu tun, möchte der Vortrag grundlegende Begriffe der kategorialen Kapitalismuskritik erläutern. Dies bedeutet, das Kapitalismus nicht etwa als eine Naturgegebenheit, die lediglich verändert und verbessert werden kann, begriffen wird, sondern als etwas von Menschen eingerichtetes, das verändert werden kann.
(Ab 14 Uhr)

danach:
Digitalisierung – Gesellschaftstheoretische Betrachtung und sozialphilosophische Kritik

Der Vortrag nimmt seinen Ausgang von der Feststellung, dass die Digitalisierung in aller Munde ist. Jedoch bleibt in den Debatten oftmals unklar, welche vielgestaltigen Prozesse ĂĽberhaupt mit dem geflĂĽgelten Wort „Digitalisierung“ gemeint sind und welche Objekte und Prozesse digitalisiert werden. Digitalisierung schwebt, so die Beobachtung des Vortrags, als zu weit gefasster Begriff ĂĽber allem, ohne etwas konkret zu bezeichnen.

Ausgehend von dieser Diagnose macht es sich der Vortrag zur Aufgabe, Digitalisierung gerade in einer gesellschaftstheoretischen und sozialphilosophischen Perspektive genauer zu bestimmen, indem Datafizierung als Kern der Digitalisierung ausgewiesen wird. Datafizierung wird dabei als grundlegender Eingriff in die Art und Weise verstanden, wie Gesellschaft wahrgenommen, dargestellt und hervorgebracht wird: zunehmend in Form von Daten. Durch die Diskussion verschiedener sozialer Bereiche (Arbeit, Selbstbildung) wird der Vortrag abschlieĂźend kritisch beleuchten, inwiefern die Datafizierung zum einen als Herrschaft und Verdinglichung des Sozialen, zum anderen als funktionales Moment des neoliberalen Regierens verstanden werden kann.
(Ab 15.30 Uhr)

anschlieĂźend:

Sprache und Labels – Wie Worte unsere Sicht auf die Realität formen

Sprache ist eines der mächtigsten Werkzeuge der Menschheit. Aber was hat Sprache mit unserer Wahrnehmung zu tun?

Was verbindet Farben mit Musik, Politik, Sexualität, sowie
Geschlecht?

Sprache hilft der Kommunikation und sorgt dafür, dass wir Phänomene aus der komplexen Realität abstrahieren und dann darüber reden können. Neue Begriffe tauchen auf, alte Begriffe reichen nicht mehr aus, und so bleibt Sprache lebendig und stetig im Wandel. Aber was und vor allem wie genau ist die Verbindung von Sprache und Realität?

In diesem Vortrag soll in verschiedenen Gedankengängen durch diverse Bereiche der Blick auf diese Fragestellungen verschärft werden. Sogleich wird auch versucht, zum Einen ein Bewusstsein dafür zu schaffen, wie Sprache den Menschen einschränken kann, aber auch Ansätze zu zeigen, wie dies unterbunden werden kann.
(Ab 17.30 Uhr)

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