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Schwarz-Rote Kneipe đź—“

16. April 2018 - Events, Kneipe

Info:
Leider fällt der Vortrag aus, weil der Referent kurzfristig absagen musste. Das AZ ist aber trotzdem geöffnet, die Kühlschränke befüllt und der Kicker wartet nur auf dich!

Im Iran ist die im Jahr 1979 totalitär aufgezwungene Islamisierung darin gescheitert, aus den Iranern eine einzige „Partei Allahs“ zu machen, die Hezbollah, wie sie Ayatollah Khomeini noch inständig als heiligsten Staatszweck beschwor. Von jeder europäischen Delegation zum Zwecke des „kritischen Dialoges“, inklusive zuvorkommender Haarbedeckung der weiblichen Mitreisenden, bekommen die iranischen Kleriker mehr Hochachtung entgegengebracht als von der iranischen Jugend. Nach einem hochrangigen Mullah ist das Gerede ĂĽber das ökonomische Elend als zentraler Beweggrund fĂĽr die Protestierenden „eine Nebelwand“. Die Intrige, zu der sich die AbtrĂĽnnigen viel mehr verschworen hätten, sei die blasphemische Trennung von Staat und Islam. Das sei der ursächliche Grund, dass in 61 Städten die BĂĽros der Imame der wöchentlichen Khutbah-Predigten geplĂĽndert wurden. In Wahrheit ist in der „Islamischen Republik“ – und nicht nur dort – die ökonomische Krise von der politischen nicht zu trennen. Die Protestierenden – oder ein GroĂźteil von ihnen – täuscht sich darĂĽber nicht: In diesen Tagen stören streikende Stahlarbeiter die Predigt des Imams unter den sarkastischen Slogan „Nieder mit den Arbeitern, Friede dem UnterdrĂĽcker“ und rufen gegen die organisierte Projektion an: „Sie sagen, Amerika ist unser Feind. Doch unser Feind ist hier“. Ăśber die Politische Ă–konomie der Islamischen Republik Iran, ihr ideologisches Fundament und eine bislang allein gelassene antiklerikale Opposition spricht Danyal Casar, Autor von Cosmoproletarian Solidarität, der Konkret, jungle world und der sans phrase.

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